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Die
zu den jeweiligen Werkstoffen als pdf Datei verfügbaren Datenblätter
sollen die Basis für die weitere Bauplanung bilden.
Die Datenblätter
sind in folgende Bereiche untergliedert:
_ Allgemeine Beschreibung
_ Technische Grundlagen
_ Einsatzbereich
_ Typische Maße
_ Mechanische Eigenschaften
_ Physikalische Eigenschaften
_ Brandverhalten
_ Ökologische Eigenschaften
_ Sonstiges
Wichtigster Grundsatz bei der Zusammenstellung der Daten war eine weitgehende
Vergleichbarkeit der Baustoffe untereinander. Um das zu gewährleisten wurden
nur bestimmte Quellen herangezogen, die im Folgenden näher beschrieben werden.
Allgemeine Beschreibung
Kurze Beschreibung der Herstellung und der Verwendungsmöglichkeiten
der einzelnen Holzwerkstoffe.
Technische Grundlagen
Unter den »Technischen Grundlagen« finden sich unter anderem
die Regelwerke, die für die Brauchbarkeit eines Werkstoffes maßgeblich
sind. Gemäß einer Festlegung des Österreichischen Institutes
für Bautechnik (OIB-095.3-007/03-007) gelten als Grundlage für die
Beurteilung der Brauchbarkeit von Baustoffen, die nicht in der Baustoffliste ÖA
angeführt sind, folgende Nachweise in der nachstehenden Prioritätenfolge:
- Harmonisierte europäische Spezifikationen (d.s. harmonisierte
Normen, Leitlinien, CUAP-Verfahren)
- ÖNORM EN
- Österreichische technische Zulassungen
- Sonstige in Österreich ausgestellte Zulassungen (z.B. Verordnungen
des Magistrates der Stadt Wien)
- Europäische Normen (nicht harmonisiert)
- Zulassungen oder Normen anderer Länder (z.B. Deutschland)
Für nicht geregelte Baustoffe (kein obig angeführter Nachweis
liegt vor) werden vom OIB die für den jeweiligen Baustoff anzuwendenden
Spezifikationen festgelegt. Liegt für einen Baustoff eine Einzelzulassung
und keine Prüfung nach einer ÖNORM EN vor, gelten nicht die
in den Datenblättern angeführten Werte sondern jene in der Zulassung.
Einsatzbereich
Die Eignung eines Werkstoffes hinsichtlich seines Einsatzes in bestimmten
Nutzungsklassen ist, sofern vorhanden, in den europäischen Produktnormen
bestimmt. Bei Werkstoffen, die in der europäischen Normung noch
nicht berücksichtigt sind, wurde auf die entsprechenden Zulassungen
verwiesen.
Typische Maße
Die Baustoffmaße wurden aus bauaufsichtlichen Zulassungen bzw.
Produktinformationen entnommen und stellen Richtwerte dar. Aufgrund der
Produktionsvielfalt konnten einzelne Maße nicht berücksichtigt
werden.
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Mechanische Eigenschaften
Es gibt in Österreich momentan zwei Möglichkeiten der Bemessung
von Holzwerkstoffen. Neben dem noch gültigen Bemessungskonzept nach
ÖNORM B 4100-2 kann die Bemessung ebenso durch das neue Bemessungskonzept
nach Eurocode ENV 1995-1-1 erfolgen.
- EUROCODE ENV 1995-1-1
Die zu den einzelnen Materialien tabellarisch angegebenen Festigkeitswerte
sind charakteristische Werte (d.h. auf statistischer Grundlage ermittelt),
wie sie für die Bemessung nach Eurocode ENV 1995-1-1 erforderlich
sind. Die Werte gehen als Xk zusammen mit im Eurocode festgelegten
Teilsicherheitsbeiwerten (γM) und Modifikations- (kmod)
bzw. Deformationsfaktoren (kdef) in den Bemessungswert der
Baustoffeigenschaften ein. Jene Faktoren sowie die in den Datenblättern
verwendeten Zeichen werden in der erweiterten Version dieser Erklärung
zu den Datenblättern als PDF-Datei angeführt.
- ÖNORM B 4100-2
Für die Bemessung von Baustoffen, deren Eigenschaften über
die charakteristischen Werte hinausreichen bzw. für die noch keine
charakteristischen Werte vorliegen, können, falls vorhanden, bauaufsichtliche
Zulassungen herangezogen werden. Diese geben vorwiegend die zulässigen
Spannungen gemäß dem bisherigen Bemessungskonzept nach ÖNORM
B 4100-2 an.
weiterführende Literatur: Pischl R. (2001): Bemessung im Holzbau.
Von der nationalen zur europäischen Normung. ÖNORM B 4100 Teil
2 / ENV 1995-1-1; proHolz Austria
Physikalische Eigenschaften
- Die Wärmeleitfähigkeit λ sowie die Wärmekapazität
c wurden dem »Katalog für wärmeschutztechnische Rechenwerte
von Baustoffen und Bauteilen«, (Österreichischen Normungsinstitut,
2001) entnommen.
- Im Zuge eines Forschungsprojektes (vgl. »Erhebung bauphysikalischer
sowie ökologischer Kennwerte von Holz und Holzwerkstoffen«,
Fachverband der Holzindustrie, 2002) wurden die Koinzidenzfrequenz fK
und die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl µ ermittelt.
- Die Wärmeleitfähigkeit λ sowie die Wasserdampf-Diffusionswiderstandszahl
µ wurden zusätzlich, falls vorhanden, der ÖNORM EN 13986
entnommen (betrifft: Massivholzplatte und Sperrholz; OSB; Spanplatte;
Zementgebundene Spanplatte; Faserplatte).
Brandverhalten
- In Hinblick auf die europäische Normung der Brennbarkeitsklassen
wurden die »Euroklassen für das Brandverhalten« von
Holzwerkstoffen aus der ÖNORM EN 13986, sowie die Abbrandraten
gemäß ENV 1995-1-2 angegeben.
- Die Werte der noch gültigen ÖNORM B 3800 Teil 1 (Ausgabe
1.12.1988) und Teil 4 werden ebenfalls angegeben. Bei den »neuen«
Holzwerkstoffen ist jedoch nicht immer eine Zuordnung möglich.
Ökologische Eigenschaften
Die Daten der ökologischen Eigenschaften wurden im Zuge eines Forschungsprojektes
ermittelt (vgl. »Erhebung bauphysikalischer sowie ökologischer
Kennwerte von Holz und Holzwerkstoffen«, Fachverband der Holzindustrie,
2002)
Sonstiges
Unter Sonstiges werden weitere Besonderheiten des Werkstoffes angeführt.
Langfassung
(pdf, 31KB)
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